Zirkon

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Sein Name stammt aus dem Arabischen "zargoun", was Zinnoberrot bedeutet. Bekannt ist er seit der Antike, allerdings unter anderen Namen.
Er kann fablos sein (selten), aber auch gelb, braun, orange, blau bis violettblau (Starlith)… und hauptsächlich dunkelgrün der -rot. Feuerrote Variante werden Hyanzinthe genannt.
Sein hoher Gehalt an radioaktive Komponenten führt zu wichtigen Variationen seiner physischen Eigenschaften : man spricht von metamikten Zirkonen.
Seine hohe Refringenz und seine starke Dispersion verleihen im einen starken, intensen Glanz. Es gibt auch schilernden Zirkon.

Woraus der Stein stammt

Gefunden wird er in Alluvionen in Form von gerollten Kristallen, u.a. in Myanmar, Kamboscha, Sri Lanka, Thailand, Brasilien, Australien, Korea, Madagaskar, Mozambik, Nigeria, Tansania, Vietnam…
In Frankreich war das Vorkommen des riou Pezzouliou, im Département Haute Loire beim Puy-en-Velay, einst berühmt und hat schöne Kristalle gegeben.
Oft wurde Zirkon mit anderen Steinen wie der Turmalin oder der Diamant verwechselt.

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Verwendung beim Juwelier

Schocks und starken Druck verträgt er schlecht. Jedoch hat er einen starken, intensen Glanz.
Farblose Zirkone werden zu Brillanten oder Rosen geschliffen, farbige Steine in Treppenschliff verarbeitet.

Tägliche Pflege und Sorgfalt

Seine Kanten sind besonders schokanfällig. Ansonsten weist der Stein einen schönen Glanz und ist pflegeleicht, denn er ist hitzebeständig und hält auch Reinigungsmittel aus. Erhitze Zirkonen (z.B. um sie blau zu färben) sind um einiges anfälliger.

Ähnliche Schmucksteine

Aquamarin , Andradit , Chrysoberyll , Diamant , Grossular , Hiddenit , Saphir , Sinhalit , Titanit , Topas , Turmalin , Vesuvian

Kulturelle und geschichtlische Lithotherapie

Er sei ein "Kraftstein" und habe viel auf die Erde zentrierte Energie. Ihm wird eine große Macht zugewiesen. Er verleihe Kraft und eigne sich für alle, die sie brauchen können, um eine Schwäche wettzumachen. Der farblose Zirkon helfe bei Geschäften. Da er viele, darunter auch radioaktive Einschlüsse enthält, habe er viel Macht : so müsse er vorsichtig eingesetzt werden.
Als roter Stein eigne er sich nicht für wütige, agressive Menschen. Bei anderen könne er auch alle Chakras gelegt werden.

Imitationen und Behandlung

Durch Erhitzung von 800 bis 100°C werden gewöhnliche braune Zirkone farblos bzw. blau, aber diese Färbung ist nicht stabil.
Zirkon kann auch synthetisiert werden, aber nur aus wissenschaftlichem Interesse, während synthetischer Zikoniumoxyd als Diamantersatz dient.
Heutzutage sind auch schöne erhitze hellblaue Zirkone aus Kambodscha erhältlich.

Chemische Eigenschaften
ZrSiO4

Zirkoniumsilikat

Physische Eigenschaften

Hauptfarbe : rot

Andere Farben : blau, braun, farblos, gelb, orange, grün, lila

Strichfarbe : weiss

Glanz : Diamantglanz, Harzglanz

Härte : 6.5 bis zu 7.5

Dichte : 3.93 bis zu 4.75

Spaltbarkeit : unperfekt

Bruch : muschlig

Optische Eigenschaften

Transparenz : durchistig

Lichtbrechung : 1.810 - 2.024

Doppelbrechung : 0.047

Stark, uni-axial positiv

Doppelung : Ja

Dispersion : 0,039 (0.022)

Pleochroismus : sehr schwach

Vielvalt der Farben : 2

Variabel je nach Farbe

Absorptionsspektrum : 653

Variable Streifen je nach Ursprung und Zusammenstellung

hellblauer Zirkonspektrum

hellblauer Zirkonspektrum

gelber Zirkonspektrum

gelber Zirkonspektrum

brauner Zirkonspektrum

brauner Zirkonspektrum

Fluoreszenz : schwach

Gelb-orange

Einschlüsse : die Einschlüsse werden durch Uran und Thorium verändert

Kristallwaren

Kurze Prismen mit pyramidischen Enden

cristaux

Kristallsystem : tetragonal

Weitere informationen

Tierkreiszeichen : Löwe, Schütze, Steinbock

Monat : Dezember