Saphir

>> Gruppe(n) : Korund-Gruppe, Oxide
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Sein Name stammt aus dem Hebraischen "sappir", der sich lange auf blaue Gemmen, die "schönsten aller Sachen", bezieht. Um 1800 wurde bewiesen, dass der Rubin und der Saphir eigentlich verschiedene Arten des selben Minerals, des Korindons, sind. Heutzutage entspricht die Benennung "Saphir" alle blaue Korindone in Gemmenqualität. Alle weitere Farben werden mit einem Adjektiv präzise definiert : grüner Saphir, gelber Saphir, farblose Saphire werden Leucosaphire genannt; orangefarbige Saphire werden "padparadscha", auf Singhalisch "Lotusblüte", deren Farbe ihm ähnelt.
Die Bezeichnung "Rubin" ist für den roten Korindon bestimmt.
Eigentlich besteht keine klare Trennung zwischen dem Rubin und dem hellroten, rosa oder hellvioletten Saphir. Der Saphir bildet sich in den oberen Schichten der Erdschicht; dort ist der Gehalt an Titan und Oxyd reicher als der Gehalt an Chrom. Daher ist der Saphir verbreiteter als der Rubin.
Die blaue Arten weisen so viele schöne Nuancen auf, dass der Wortschatz sie nicht alle nennen kann. Er kann alle Blaunuancen, von Hellblau bis hin zum Aquamarinblau und zum dunklen Tiefblau. Die schönsten Exemplare stammen aus Kashmir und weisen einen samtigen Blau auf. Die indigofarbige Saphire aus Myanmar sind auch sehr begehrt, so wie die Steine aus Sri Lanka mit ihrem starken, manchmal malvigem Blau.
Die Saphire aus dem Sri Lanka sind so berühmt, dass manchmal von "Ceylonsaphiren" die Rede ist. Ceylon ist nämlich der alte Name von dem Sri Lanka.

Woraus der Stein stammt

Der Saphir wird vor allem in Marmor, Zipolin, Basalt sowie in Pegmatiten gefunden, aber er wird überwiegend in Alluvionen gesucht. Es handelt sich um einfache Brunnen, die den Zugang zu den tiefen Schichten ermöglichen. Seine hohe Dichte ermöglicht auch seine Gewinnung durch das Waschen von Sand und Kies, die dann per Hand aussortiert werden. Die zahlreichen Vorkommen sind gut verteilt.
In Myanmar werden die Saphire, wie die Rubine, bei Mogok gefunden; das Muttergestein ist ein Pegmatit. Dort wurde 1966 der größte Sternsaphir der Welt gefunden (12,6 Kg).
Im Ratnapura-Gebiet, im Süd-Osten des Sri Lankas, werden Saphire schon seit der Antike gewonnen. Die Gemmen werden in Alluvionen gefunden. Die Steine sind blau, oft mit einem Hauch Malve, aber es sind auch gelbe, orange, grüne, rosa, braune und farblose Steine. Mehr als die Hälfte der Saphiren stammen aus dem Sri Lanka, dem Land der Saphiren.
In Thailand sind die Vorkommen in zwei Gebieten verteilt : Chanthaburi, süd-östlich von Bangkok, und Kanchanaburi, nord-östlich der Hauptstadt. Die Steine sind außerordentlicher Qualität, weisen verschiedene Farben auf und oft schöne Sterne. Im Kashmir, süd-östlich von Bangkok, fing die Gewinnung von Saphiren 1881 bei 4500 Metern Höhe an. Heutzutage findet man noch aus Kaolinitblöcken sehr schöne Steine.
Seit 1894 waren auch im Montana (USA) Saphire zu finden; die Arbeiten wurde 1920 eigestellt und fingen 1895 langsam wieder an. In Australien wird er seit 1870 hauptsächlich in Queensland gefunden. Seine Gewinnung erfolgt durch das Waschen von Elluvionen; das Muttergestein ist der Basalt. Die Qualität der australischen Steine ist mittelmäßig, unter künstlichem Licht werden die dunkelblauen Gemmen tintenschwarz, blaugrün oder gar schwarz. Auch wurden schwarze Sternsaphire entdeckt. Auch in South New Wales werden seit 1918 Qualitätsgemmen gewonnen.
Weitere Vorkommen : Brasilien (Matto Grosso, Minas Gerais), China, Kambodscha (Pailin), Argentinien, Kolumbien, Kenya, Malawi, Nigeria, Tansania (Umba-Ufer), Songea, Madagaskar, Zimbabwe, Finnland (Laponien), Tscheschien, Schweiz und auch Frankreich (Auvergne).

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Verwendung beim Juwelier

Der Saphir ist eine der am meisten verwendeten Gemmen in der Juwelierkunst. Er wird facettiert oder zu Cabochonen geschliffen; z.B. wird er auf Uhren von berühmten pariser Juwelieren gefunden. Traditionell wurden fast einzig und alleine blaue Saphire verwendet. Heute werden alle Farbnuancen eingesetzt und zusammen auf Schmuckstücken angebracht. Besonders die rosa, gelbe und blaue Saphire passen gut zueinander.
Die begehrtesten Saphire stammen aus Kashmir; diese weisen eine schöne, samtblaue, unvergleichliche Farbe auf. Der Karatpreis eines schönen blauen Saphiren aus Kashmir kann bis zu Zehntausende Dollar erreichen.
In Sri Lanka werden heutzutage die meisten Saphire für den Schmuck gewonnen. Auch die berühmte "Padparatscha" werden dort gefunden.
Die Sternsaphire mit einem sechsarmigen Stern sind auch sehr begehrt, wenn sie eine schöne blaue Farbe aufweisen. Der Asterismus liegt an feine Rutilnadeln, die sich im Inneren des Steines während seiner Entstehung gebildet haben.
Saphir ist der Stein des 5. sowie des 45. Hochzeitstagen.

Tägliche Pflege und Sorgfalt

Wie der Rubin ist Saphir einer der pflegeleichtesten Steinen, denn er ist schock- säure und hitzebeständig und weist eine große Härte auf. Waschen erfolgt mit Wasser und Spülmittel, dann mit reinem Wasser und Alkohol abspülen.

Ähnliche Schmucksteine

Aquamarin , Benitoit , Cordierit , Kyanit , Spinell , Tansanit , Topas , Turmalin , Zirkon

Kulturelle und geschichtlische Lithotherapie

Er habe den Magiern als Medium gedient, um Chiromancie-Experimenten durchzuführen. Ein Text aus dem 16. Jh berichtet, dass der Träger eines Saphirs alles schafft, was er unternimmt, weil er in Harmonie zu allen Blautönen des Himmels steht und ihre ätherischen Kräften im eigenen Farbon konzentriert. Dies verleiht dem Träger Glück.
Saphir steht für Reinheit und Energie, traditionell wird er "Glauben- und Seelenfriedenstein" genannt. Er sei ein außerordentlicher Begleiter auf dem Weg der Meditation und der Spiritualität. Er verleihe tiefe Liebe und Treue. Seine ruhige Vibrationen erinnere an das Dasein des Göttlichen und hielte oberflächlichen Asekte des Lebens fern. Er führe zu tiefen Gedanken, wahren und immergeltenden Werten. Er vertreibe Angst und Furcht, entlarve die Falschheit, schütze vor dem Elend, hielte vor Wohllust ab und mache keusch. Sein dunkelblaues Licht ermögliche das Entfalten in Kontakt zu oberen spirituellen Wesen.
Weist ein Saphir einen Asterismus auf und wird dieser Stern durch einen Cabochonschliff zu Geltung gebracht, so eröffne er die Türen zu kosmischen Bildern und helfe bei dem Verständnis einer kosmischen Harmonie. Ein hellblauer Saphir steht für Sanftmut und Zärtlichkeit, vereinfache ide Kommunikation. Ist die blaue Farbe stark, so stimuliere der Stein die Spiritualität, entwickle übersinnliche Fakultäten sowie die Fantasie und die Kreativität. Er verleihe dem Körper Kraft und eine schöne Hautfarbe. Asthmatiker sollten einen Stein beim Herz tragen, stotternde Menschen einen beim Hals.
Ein auf dem Sakralchakra getragener, orangefarbiger Saphir übe einen Einfluss auf die Fruchtbarkeit der Frauen. §Er eignet sich für Stier, Jungfrau, Waage, Fische (blauer Saphir), Schütze (dunkelblauer Saphir), Wassermann (hellblauer Saphir)

Imitationen und Behandlung

Mehrere Dublette sind möglich : cobaltblaues Glas mit einer feinen Granatschicht bedeckt, grünliches Saphiroberteil mit einem Unterteil aus synthetischem, blauem Saphir, kleine, farblose Saphire, die mit einem blauen Zement zusammengemacht werden.
Manche farblose Korindone werden bis auf 1700°C erhitzt. Dabei werden Titan oder Eisen hinzugefügt, um sie oberflächig zu färben. Werden sie in Glyzerin getaucht, kann man allerdings dunklere Ränder beobachten. Dies zeigt eine Diffusionsbehandlung. Sternsaphire können nachgemacht werden, indem eine blaue Emailplatte unter einem rosa Sternquarzcabochon angebracht wird, oder indem die untere Seite eines blauen Quarzcabochon eingeritzt wird.
Anfang des 20. Jhs konnte man den Saphir synthetisieren, wie den Rubin, durch das Verneuil-Verfahren. Die Eigenschaften des künstlichen Steinen sind dem natürlichen Saphir sehr nahe. Auch anhydrische Saphire sind vorhanden, jedoch sind diese seltener als die Rubine. Seit 1947 können auch Sternsaphire ziemlich gut nachgemacht werden. Auch werden sie durch Erhitzung behandelt.

Verbesserungen

Die moderate Erhitzung des Steines, die seine Kristallstruktur respektiert, kann die Gemme verschönern und die Arbeit der Natur ergänzen, indem die Farbe des Saphirs verstärkt wird. Keinesfall darf Harz oder ähnliches Material verwendet werden, um die Risse zu verbessern. Diese Art von Behandlung wird als "Verbesserung" betrachtet und soll während des Verkaufs erwähnt werden.

Edelsteine in der Geschichte und Legenden

Sehr große Saphire sind und bleiben außerordentlich, so bekamen sie einen besonderen Namen : so z.B. der Indische Stern, ohne Zweifel der größte Saphir, der jemals geschliffen wurde (563 Karat); der Mitternachtstern, ein schwarzer Sternsaphir (116 Karat); der Asiatische Stern, der in der Smithsonian Institution in Washington aufbewahrt wird (330 Karat); dort ist auch der Artabanstern zu finden (316 Karat); der St Eduard und der Stuart sind an der königlichen Krone Englands angebracht.
Die Amerikaner schnitzten aus risiegen Saphiren die Köpfe drei ihrer Präsidenten (Washington, Lincol und Eisenhower) in einem 1950 gefunden Stein. Vor dem Schliff entsprach er 2097 Karat; danach, 1444.
Das Pariser Naturkundemuseum beährt den Ruspoli (auch Raspoli) auf, einen rauteförmigen, 135,80-karätigen Saphir, der einst Ludwig 14. gehörte. Der Schatz der Reims´sche Kathedrale enthält den Talisman Karls des Großen. Als sein Grab 1166 geöffnet wurde, trug er ihn. Er wurde Napoleon 1. von dem Klerikus in Aachen geschenkt. Zwei große Saphire waren auf ihm angebracht. Danach wurde er von Napoleon 3. getragen.
Einer Tradition nach sollen die Gesetztafeln, die Gott Moses anvertraute, aus Saphir bestanden haben, was ziemlich erstaunlich ist. Auch soll der Siegel Salomos aus Saphir bestanden haben, was dem Sohn Davids ermöglicht habe, die Dämone anzuketten, Die Ägypter betrachteten diesen Stein als heilig, und viel später machten ihn die Kirche zum Reinheitssymbol. Der Papst Innozent 3. (der 1198 bis 1216 regierte) empfahl den Bischofen, einen Saphir an der rechten Hand, die segnende, zu tragen.
Legenden : im Himalaya wohnten freche Riesen. Als ein leichter Nebel das Gebiet bedekte, raubten sie den Göttern ein Stück samtblauen Himmels. Die zornige Götter rächten sich, indem sie die Räuber in Bergen verwandelten, vergaßen aber das Himmerstück. So enstanden die Saphire aus Kashmir.

Chemische Eigenschaften
Al2O3

Aluminiumoxyd

Physische Eigenschaften

Hauptfarbe : blau

Andere Farben : farblos, gelb, schwarz, orange, rosa, grün, lila

alle Farbnuance bis auf das Rote, das für Rubine bestimmt ist.

Strichfarbe : weiss

Glanz : Diamantglanz, Glasglanz

Härte : 9.0

Dichte : 3.95 bis zu 4.03

Spaltbarkeit : keine

Bruch : uneben

Optische Eigenschaften

Transparenz : durchistig

er kann transluscent bzw. opak sein

Lichtbrechung : 1.762 - 1.782

Doppelbrechung : 0.008

Sehr gering, uni-axial negativ

Doppelung : Nein

Dispersion : 0.018 (0.011)

Pleochroismus : deutlich

Vielvalt der Farben : 2

Dunkelblau, grünblau. Gering bei gelben und grünen Saphiren. Stark bei orangenen oder rosanen Saphiren

Absorptionsspektrum : 471 - 460 - 455 - 450

Für den blauen Saphir; für gelbe Steine : 471,460,450

Spektrums eines blauen Saphirs aus Ceylon

Spektrums eines blauen Saphirs aus Ceylon

dunkelblauer Saphir-Spektrum

dunkelblauer Saphir-Spektrum

rosa Saphir-Spektrum

rosa Saphir-Spektrum

Fluoreszenz : verschieden

Das Blaue ist nicht fluorescent, während das Rosa es ist.

Einschlüsse : Rutilnadeln verursachen Asterismus bei sternförmigen Einschlüssen

Kristallwaren

Pseudsechseckige Prismen, die zwei, durch ihre Basis vereinte pseudosechseckige Pyramiden bilden; andere Kristalle sind fassförmig, rhomboedrisch oder in Form von wechselhaft geschnittenen Kristallen auf jeder des rohen Kristallbasis; auch tabullarisch

cristaux

Kristallsystem : trigonal

Weitere informationen

Tierkreiszeichen : Stier, Zwillinge, Löwe, Waage, Skorpion, Schütze, Steinbock, Fische

Chinesische Tierkreiszeichen : Tiger

Monat : September

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Er hat viele Facetten, trägt zur Weisheit, zum Vertrauen, zur Freundschaft, Harmonie bei und führt dynamisch in den richtigen Weg.

astrologisches chinesisches Zeichen :
  • Tiger Tiger

Er verleiht Mut, Macht und Glück. Vermeidet arroganten Zank, macht unabhängig und vertreibt die Einsamkeit.