Mogok, das Tal der Rubinen in Birma

Mogok, Land der RubineMogok, das Tal der RubineSeit mehr als 20 Jahren nun reise ich schon nach Birma, nach Mogok. Damals bekam man selten ein Visum - und wenn dann nur eines für sieben Tage.
 
Doch spezielle Erlaubnisbescheinigungen ermöglichten es mir, nach Mogok zu gelangen; ein Gebiet, zu dem Touristen in dieser Zeit keinen Zutritt hatten.
 
Heute ist es um vieles einfacher, sich dorthin zu begeben, wenn auch unter der strikten Kontrolle der myanmarischen Autoritäten.
Rubinen-Mine im „Bayon“Rubinen-Mine in MamorIch hatte also das Glück, Leben und Entwicklung dieses entlegenen und wilden Landes zu verfolgen, ein Land, in dem einer der schönsten Edelsteine der Welt gewonnen wird: der Rubin Taubenblut. Zudem sind die Rubine aus Mogok die schönsten Rubine weltweit.
Seit Joseph Kessel und „La Vallée des Rubis“ hat sich in Mogok wenig verändert, auch heute och ist dieses Tal entlegen – einige sagen geschützt vor der Welt, vor der Modernität: hier sind die Straßen noch immer schlammig und die Kommunikation mit der Außenwelt gestaltet sich schwierig.

Rubinenkristall aus BirmaSternrubin aus BirmaEs ist Regenzeit, es regnet jede Nacht..und dieser Regen ist nötig, um in der tonhaltigen Erde, die „Bayon“ genannt wird, die Rubine, Saphire und Spinelle zu finden.

Die ganze Bevölkerung von Mogok hat in dieser Zeit nur eines im Kopf: dem Matsch zu durchwühlen, um den Rubin zu finden, der sie reich werden und die Geschichte eingehen lässt.

In Mogok ist das Edelsteinfieber permanent zu spüren, und das seit Jahrhunderten. Erinnerungen an Edelsteinfunde sind in den Gedächtnissen der Bewohner eingraviert und jeden Morgen brechen die Schatzsucher mit der Hoffnung auf, dass dieser Tag vielleicht ein besonderer Tag wird...der eine Entdeckung bereithält, die sie reich machen würde.

Rubine auf der Buddhastatue in Mogok

Schmuckatelier in BirmaDie Pagode von Mogok birgt Zeugnisse solcher Entdeckungen, der Sockel der Buddhafiguren ist verziert mit glänzenden Rubinen als Zeichen der Dankbarkeit für das Wohlwollen Buddhas.

Heutzutage steigen die Preise für Edelsteine in Mogok ins Unermessliche. Dafür sind besonders die chinesischen Käufer verantwortlich, die alle Steine zu einem hohen Preis erwerben – selbst solche, die nur einen geringen Marktwert besitzen.

Ich glaube, das, was sich am meisten verändert hat in Mogok, sind wohl die Käufer der Edelsteine. Die Birmanen arbeiten noch mit denselben Methoden wie damals und auch die flammende Hoffnung auf den Fund eines solch wundervollen Edelsteins sieht man noch heute in ihren Augen.