Die Unsicherheit in Pakistan bedroht die Edelstein-Exportation

Gelegen im Herzen des indischen Subkontinenten, zwischen Himalaya und arabischem Meer, ist Pakistan seit Jahrhunderten bekannt für den Reichtum aus seinen Bergen, die voll von Mineralien und Edelsteinen wie Smaragden, Rubinen, Aquamarinen und Topazen sind.

Juweliere in Peshawar, PakistanIn der Region Peshawar, unweit der afghanischen Grenze, haben sich viele Kaufleute auf das Juweliergeschäft und den Handel mit Edelsteinen spezialisiert ; ein Handel, der sich rentiert und stets weiter aufblüht : 1,3 Milliarden Dollar Gewinn wurde allein im Jahr 2013 erzielt.

Seit einem Jahr jedoch geht der Markt zurück. Heute scheint er bedroht durch eine politische Unsicherheit, eine sicherheitstechnische Krise und Probleme, die die Energie betreffen. Internationale Käufer, durch die Attentate der Taliban und die extremistischen Aufstände beunruhigt, werden immer seltener. Das Wiederaufleben der Gewalt wird begleitet vom Unvermögen der pakistanischen Regierung, bestimmte Regionen zu kontrollieren. In diesen, oft an der Grenze gelegenen Gebieten, befinden sich besonders viele Minen.

Auch wenn einige der Händler weiterhin ihre Geschäfte mithilfe des Internets tätigen oder sich direkt in die Länder der jeweiligen Käufer begeben, der Großteil unter ihnen macht nicht von der modernen Technik Gebrauch und ist so von der internationalen Bühne ausgeschlossen. Hinzu kommt, dass die Produktion des lokalen Marktes zu 95 % auf Export ausgelegt ist.

Die Situation der Juweliere scheint zudem noch verschlimmert durch den enormen Mangel an Elektrizität und Energie, der dazu führt, dass täglich zwischen 8 und zehn Stunden lang im gesamten Land der Strom abgestellt wird.

Die gesamten Schleif- und Polierprozesse, die mithilfe von Maschinen bewältigt wird, muss genauso wie jegliche Informationsaktivität verringert werden. Bestellungen geraten in Verzug und die Händler kommen kaum dazu, eine bereits rückläufige Nachfrage zufriedenstellend zu bearbeiten.

Laut einigen Händlern wäre die Lösung, den Bekanntheitsgrad der pakistanischen Juweliere zu erhöhen, en favorisant la participation à des salons in stabileren Gegenden des Landes, in denen sich ausländische Käufer sicherer fühlen und lieber aufhalten.

Für andere steht fest, dass eine Entwicklung und Verbesserung der rudimentären Extraktions-, Schliff- und Poliertechniken unvermeidbar ist, um auf dem Markt wettbewerbsfähig zu bleiben.

Trotz eines permanent unsicheren und instabilen Klimas gibt es zahlreiche junge Menschen, die vom Juwelierberuf träumen und auf eine Verbesserung der aktuellen Situation hoffen.

Viele der Minen in den Zonen der Siedlungsgebiete der Paschtunen sind bisher nicht abgebaut und stellen somit einen wahrhaften unausgeschöpften Gewinn dar für die Pakistaner, die trotz allem eine Exporthöhe von 1,5 Milliarden Dollar für das Jahr 2017 vorraussagen, um mit den den großen Produkteuren wie Indien, Thailand und Birma Konkurrenz halten zu können.