Der Jademarkt von Mandalay in Birma-Myanmar

Verkäufer des Kaiserjadestein auf dem JademarktCabochons aus grünem JadeitNach meinem Ausflug nach Mogok mache ich Halt in Mandalay..um den Jademarkt zu besuchen.

Der Markt der Jadesteine in Mandalay in Birma wird „Jade market“ genannt und ist ein faszinierender Ort. Alle Handwerker, die mit dem Jadeit, einer Varietät des Jadesteins arbeiten, finden hier auf einem eigenen, geschlossenen Markt zusammen: eine Art großes Quadrat aus schnurgeraden Gängen, in denen hunderte Ateliers Platz gefunden haben. Die zahlreichen Jadeit-Handwerker arbeiten Seite an Seite in den kleinen, überhitzten Verkaufbuden, unter denen man Auslagestellen und Spiel-und Billardtische findet.

Prüfung der grünen Farbe an einem JadeblockZerschneiden eines Jadesteins vor dem SchleifenAn diesem Ort werden Armreifen aus Jade hergestellt, „Bangle“ genannt, die besonders in asiatischen Ländern viele Käufer finden.

Was soch jedoch am seltensten findet, sind Cabochons aus smaragdgrünem Jadeit, die in bester Qualität sogar teurer als der Smaragd sind: es handelt sich hierbei um den Kaiserjade.

Es ist wahr, dass der Jadeit aus Birma der schänste der Welt ist.

Man findet ihn praktisch in allen Farben, wobei jedoch nach dem smaragdgrünen Jade der mauve-oder naturfarbene Jade auch besonders gefragt sind und zu hohen Preisen verkauft werden.

Spiel auf dem JademarktJadeblockNur wenige Touristen besuchen den Jademarkt, denn es ist sehr schwer, sich mit den Steinschleifern, Polieren und Händlern zu unterhalten: Oft sprechen sie nur birmanisch.

Ich konnte viele chinesische Käufer treffen, die hier Jadesteine kauften, in geschliffener- und Rohfrom. Das Interesse der Chinesen an diesem Stein ist keineswegs neu, schon chinesische Kaiser hatten so sehr Gefallen an ihm gefunden, dass sie sogar in Erwägung zogen, die ganze Region aus diesem Grund zu erobern – was sie jedoch nie erreicht haben.

Jadesteinschleifer bei der ArbeitPolieren eines JadesteinsFrüh am Morgen beginnt der Handel in den Straßen rund um den Jademarkt: Birmanen aus den nördlichen Regionen (Kachin-Staat) kommen und verkaufen ihre Jadestücke, die Handwerker erwerben dieses Rohmaterial mit größter Achtsamkeit: sobald ein Stein eine smaragdgrüne oder mauvefarbene Nuanca aufweist, schnellt der Preis in die Höhe – man spricht hier von Hunderten oder Tausenden von Dollar.

Der Jademarkt in Birma entwickelt sich bemerkenswert: Jedes Jahr schlagen die offiziellen Verkäufe, die von dem myanmarischen Staat organisiert werden, umsatztechnisch alle Rekorde.

Auch der Jademarkt in Mandalay wächst und gedeiht, und es ist im Gespräch, einen neuen Markt näher am Flughafen zu etablieren, um den Handel auszuweiten.